Typische BPM-Bereiche nach Genre
Genretempo ist keine Regel, sondern Konvention – aber eine starke. Dass 128 BPM den Club dominiert, ist kein Zufall: Es liegt genau im Bereich von Gehen und Tanzen. Für einen neuen Track ist die Mitte des Genres der sicherste Startpunkt.
Ein Groove, zwei gültige Zahlen
Das BPM eines Stücks lässt sich meist halbieren oder verdoppeln: Ein Hip-Hop-Beat mit 85 BPM klingt auf der Achtelebene wie 170. Das nennt man Half-Time und Double-Time. Zeigt eine Software genau das Doppelte deines Zählens, habt ihr beide recht – entscheide dich für eine Ebene und bleibe dort.
In der Elektronik ist Tempo Identität
Tanzgenres definieren sich fast über ihr Tempo: House 120-130, Techno 130-150, Trance um 138, Drum and Bass 172-176, Dubstep bei 140, aber halbzeitig gefühlt. Da DJ-Übergänge auf diesem gemeinsamen Boden beruhen, fällt ein Track aus den Sets, wenn er sich weit vom üblichen Bereich entfernt.
In akustischen Genres atmet das Tempo
Jazz, Klassik und Volksmusik haben einen flexiblen Puls statt eines festen BPM. Ein Walzer kann „etwa 170“ sein, während das Orchester ständig dehnt. Hier misst das Metronom nicht die Musik, sondern deine eigene Beständigkeit.
| Genre | Typische BPM | Hinweis |
|---|---|---|
| Hip-Hop / Trap | 80-100 | Trap-Hi-Hats verschleiern Half-Time |
| Reggae / Dub | 60-90 | Betonung auf 2 und 4 |
| Pop | 100-130 | Radiomitte ~120 |
| Rock | 110-140 | Punk geht auf 150-200 |
| House | 120-130 | Clubstandard 128 |
| Techno | 130-150 | Härtere Subgenres schneller |
| Trance | 135-142 | Klassisch 138 |
| Dubstep | 138-142 | Halbzeitig empfunden |
| Drum and Bass | 172-176 | Zentrum 174 |
| Walzer | 160-180 | 3/4, rund 60 Takte pro Minute |
| Jazz-Swing | 120-200 | Balladen 60-80 |
Häufige Fragen
Welches ist das häufigste BPM?
120 BPM ist mit Abstand das meistgenutzte Tempo in der Popmusik. Zwei Schläge pro Sekunde lassen sich leicht zählen, tanzen und programmieren.
Soll ich ein langsames Stück im doppelten Tempo zählen?
Nimm die Ebene, die sich stabil anfühlt. Bei einer langsamen Ballade gibt das Zählen der Achtel oft festeren Boden als das Zählen der Viertel.
Ist das BPM eines Songs konstant?
In programmierten Produktionen meist ja. Bei Live-Aufnahmen schwankt das Tempo natürlich – das ist Ausdruck, kein Fehler.
Warum wirkt das BPM bei Halftime-Tracks wie Dubstep so hoch?
In diesen Genres wird das Schlagzeugmuster meist nur alle zwei Takte betont, sodass der tatsächlich gefühlte Puls halb so hoch ist wie das notierte BPM. Ein Dubstep-Track mit 140 BPM kann sich wie ein schwerer 70er-Groove anfühlen – das Metronom zu verdoppeln und dagegen zu hören macht das Muster klar.
Welches BPM haben Rock- und Metal-Songs meist?
Klassischer Rock liegt meist bei etwa 100-140 BPM, Punk und Thrash-Metal können auf 160-200 BPM steigen, während Subgenres wie Doom und Sludge bei einem schweren 60-90 BPM bleiben. Der Genre-Name allein garantiert kein Tempo – das Gefühl des Grooves zählt mehr als die Zahl.
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